Nachhaltige Geschäftsmodelle: Warum nicht mal mit Freude?

Wenn Menschen an die Energiewende denken, denken Sie an Sparen, Verzicht. Muss das sein? Warum verkaufen wir gesundes Essen nur als gesund?

Haben die Unternehmer die Fertigpizza als schnelle Mahlzeit für Faule beschrieben? Ist der Kauf eines Porsche Cayennes rational, wenn es nur um Autofahren geht.

Nein. Nur die Nachhaltigkeit verkaufen wir griesgrämig, moralinsauer und pseudo-rational?

Wie wäre es mal mit einem anderen Ansatz? Wenn wir mit der Value Proposition auch Emotionen ansprechen und damit meine ich nicht den Weltuntergang, wo so oder so alles zu spät ist.

Nein, ich meine feines Essen, dass einfach besser schmeckt, leichter bekommt und Lust aufs Entdecken weiterer Varianten macht. Das kann dann vegan sein, aus der Region kommen und komplett nachhaltig sein.

Oder man ganz auch ein energieautarkes Haus als Schutz vor Preiserhöhungen verkaufen, wo der teurere Preis einfach eine Absicherung gegen steigenden Preise ist.

Und Autonomie kommt auch immer bei Konservativen an, denn wer möchte seine Wirtschaft in die Hände von Putin oder der Saudis legen? Wenn ja, können wir weiterhin Gas und Öl verbrauchen, wenn nein, dann macht autarkes Haus sehr, sehr viel Sinn.

Eben, es kommt auf den Blickwinkel an. Und da müssen wir bei Nachhaltigkeit noch dran arbeiten.

Value Proposition muss schmecken!

Lassen wir doch die Moral zur Seite und lassen unseren Kunden die Value Proposition schmecken. Lassen wir Schrecken und Angst vor der Zukunft zur Seite und zeigen, dass eine andere Welt möglich ist, weil sie besser, weil sie cooler ist und weil wir den heutigen Unternehmen zeigen können, dass es anders geht.

Unternehmensgeist: Wenn keine Einigkeit im Gründerteam herrscht

Ich bin auf eine tolle Seite gestossen: Let’s see what works. Eine Seite, wo Unternehmer beschreiben, was in der Realität funktioniert und was eben nicht.

Christian Häfner schreibt im letzten Beitrag, warum er beim Unternehmen Recommend.to ausgestiegen ist. Christian glaubt immer noch an die Idee. Mittels MVP (Minimal viable product) wurde die Idee getestet und auch diesen Zwischenschritt hat das Startup gut gemeistert.

So, warum steigt er jetzt aus? Hier sein Learning:

Einigkeit über die Strategie im Gründerteam ist die Grundvoraussetzung über jeden nächsten Schritt.

Der Unternehmensgeist ist der Schlüssel für den Erfolg von Startups

Gründer sind Menschen und keine Maschinen, die einfach eine Idee umsetzen. Der Unternehmensgeist muss neben all den MVPs, etc. stimmen. Vielleicht ist der Unternehmensgeist sogar wichtiger als die Idee selbst.

Im Buch schreibe ich viel über den Geist, der im Unternehmen herrschen kann. Er kann sehr gut sein, oder schlecht, wie im Beispiel vonRecommend.to. Und mit dem Schritt aus dem Unternehmen heraus, hofft Christian der Idee hinter dem Unternehmen wieder Luft zu geben, damit das Unternehmen abheben kann.

Anfänglich ist bei Startups, das Team und die gemeinsamen Werte wichtiger, als die Idee. Die Idee kann sich nur weiterentwickeln, wenn das Team stimmt. Die beste Idee wird nichts, wenn das Team nicht fundamentale Werte und Verhaltensweisen teilt!

Wer das Richtige gründen möchte, muss auch das richtige Team finden. Die Kernaufgaben des Unternehmers ist nicht nur ein Geschäftsmodell aufzubauen, dass beim Kunden funktioniert, sondern er muss auch Teambauer sein.

Der Werkzeugkasten. So sieht er aus.

Heute ist der Werkzeugkasten bei mir angekommen. Sehr, sehr gespannt habe ich das Buch erwartet. Und ich bin überwältigt. Die Produktion ist sehr gelungen. Es ist so, wie ich es mir erträumt habe.

Sehr hochwertige Produktion, z.B. mit Fadenbindung, so dass das Buch schön offen auf dem Tisch liegt, wenn man drin arbeitet.

Und der Clou ist der Umschlag. Anfangs fällt es nicht auf, aber der Umschlag lässt sich auf klappen und dann kommt ein sehr grosses Poster zum Vorschein, auf dem Sie Ihr Geschäftsmodell entwickeln könnt.

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Ein Blick ins Buch

Haben Sie das Zeug zum Gründer? 14 Eigenschaften erfolgreicher Unternehmer

Heute ist es hipp Unternehmer zu werden, nur haben Sie das Potential dazu? Müssen Unternehmer Visionäre sein? Oder welche Eigenschaften und Kompetenzen braucht es dafür? Welche brauchen Sie, um Tech Unternehmer zu werden? Müssen Sie ein Guru im Programmieren sein oder müssen Sie eine Mischung von verschiedenen Kompetenzen und Eigenschaften sein?

Udacity, eine amerikanische Online-Academy mit starkem Fokus auf Technologie, hat eine Infographik dazu erstellt. Lohnt sich darauf zuschauen.

 

Unternehmensgründungen in Deutschland: Wo ist der Elon Musk?

Startups sind hipp. Früher wollten die Absolventen von Top-Universitäten Berater bei McKinsey oder Boston Consulting Group werden, heute Gründer.

„Gründer ist heute der Sehnsuchtsberuf“

schreibt Philipp Alvares de Souza Soares auf Spiegel Online und kritisiert gleichzeitig, dass Effizienz und Konformität im Vordergrund steht und nicht Idealismus.

Und recht hat er! In Deutschland brauchen wir weniger Shopping Portale, Esslieferdienste oder andere hippe Startups wie Putzfrauenvermittlungen.

Wir brauchen in Deutschland nicht mehr Unternehmen, die Kunden Sachen verkaufen, die sie bei allem heutigen Überfluss eigentlich gar nicht brauchen.

Bitte keine Drohnen zum Pizzaausliefern!

Selbst Gründer mit Ingenieurhintergrund werden von diesem Hippness-Virus in Berlin angesteckt. Auf einer Veranstaltung ging es darum, Ideen für die Verwendung von Drohnen zu entwickeln. Pizzalieferung mittels Drohne war ein heisses Thema. Eben typisch hipp und vollkommen unausgegorn.

  • Wo waren die Ideen für die automatische Vermessung von Gebäuden und Erstellung von 3D-Plänen mittels Drohnen?
  • Wo war die automatische Überprüfung von hohen und schwer zugänglichen Gebäuden wie Schornsteinen mittels Drohnen?
  • Wo waren die exakten, lokalen Wettervorhersagen, die mittels Schwärmen von Drohnen und viel Know-how über Meteorologie möglich sind, und von Strassenbauern unbedingt gebraucht werden?
  • Wo war die Idee, dass Drohnen für alltägliche Logistik eigentlich ungeeignet sind und autonome, selbstfahrende landbasierte Logistikfahrzeuge/ Pakete, die Zukunft der Logistik sind. Aber alle finden ein selbstfahrendes Auto oder Drohnen spannender als ein Paket, was sich nachts selbst ausliefert.

Das sind alles Idee, die nicht hipp sind. Teilweise äusserst uncool, aber einen hohen Nutzen für den Kunden haben.

Liebe Investoren, unterstützt mal das Richtige und weniger coole Ideen. Dafür müsst Ihr dann aber auch Eure Hausaufgaben machen und den Nutzen von Technologie verstehen.

Das Richtige zu gründen hat nichts mit Hippness, Effizienz und Konformität zu tun

Wo sind in Deutschland Unternehmen, die ganze Branchen umkrempeln wie Skype oder Spotify?

Wo sind unsere Googles, die für unsere Werkzeugmaschinenhersteller neue, vernetzte, offene und trotzdem sichere Betriebssysteme entwickeln und so die neue Supply- und Produktionssysteme ermöglichen, die unter Industrie 4.0 fallen.

In Deutschland haben wir die Werkzeugmaschinenbauer, die Sensorenhersteller wie SICK Sensors oder die Automatisierungsspezialisten wie Festo. Deutschland baut die Maschinen, um die physischen Produkte der Welt herzustellen. Wo sind die Startups in diesen Bereichen, die es erlauben auch diese Rolle in Zukunft einzunehmen.

Wo sind die Unternehmer, die sich mit realen Produkten beschäftigen, die keine Lifestyle-Bedürfnisse befriedigen, sondern klar definierte Kundenbedürfnisse im realen Leben.

Wo sind unsere Wikipedias, die komplett die Wissensvermittlung verändert haben?

Bitte nicht hipp sein!

Bitte liebe Gründer. Seid nicht hipp. Sucht Euch richtige Probleme, keine Lifestyle Probleme. Und liebt, was ihr macht. 

Effizienz kommt schon früh genug. Dann wenn ihr gezeigt habt, dass es euch wirklich braucht. 

10 Schritte zum erfolgreichen Startup oder was Karl Marx uns lehrte

By Friedrich Karl Wunder, Original-Uploader on de.wikipedia was Whoiswohme (privat) [Public domain or Public domain], via Wikimedia CommonsSolche Titel wie oben liesst man viel. Die Autoren versprechen, die Wunderformel für den unternehmerischen Erfolg zu haben. Oder nehmen Sie all die Glücklich-sein-Bücher. Nur funktionieren solche Wunderformeln?

Karl Marx kann uns hier
weiterhelfen. Er hat wirklich zu allem eine Antwort gehabt, auch wenn sie nicht ganz in seinem Sinne ist.

Kennen Sie die folgenden Worte?

als, als, Analyse, beginnt, daher, Der, der, der, der, die, eine, einzelne, Elementarform, erscheint, Gesellschaften, herrscht, in, kapitalistische, mit, Produktionsweise, Reichtum, seine, ungeheure, Unsere, Untersuchung, Ware, Ware, Warensammlung, welchen.

Könnten Sie aus den Wörtern zwei Sätze in einem Buch schreiben, das die Welt verändert könnte?

Wahrscheinlich nein. Karl Marx konnte es. Dies sind die Wörter der ersten beiden Sätze aus dem Buch »Das Kapital«.

Karl Marx hat aus den Wörtern eines der wichtigsten Bücher der Welt geformt, das dann als theoretische Grundlage für den radikalen Umbau von Gesellschaften gedient hat.

Nur, der Kommunismus mag sich in der Theorie gut angehört haben, aber er hat in der Realität versagt.

So ist das mit vielen Wunderbüchern und Anleitungen zum Glücklichsein. Sie hören sich toll an, aber sie funktionieren nicht in der Realität, schon gar nicht, wenn Sie aus dem Kontext gerissen werden.

Sie werden kein Steve Jobs, nur weil Sie seine Biographie lesen.

Der Werkzeugkasten zum Gründen hilft Ihnen zu finden, was für Sie das Richtige ist

Der Werkzeugkasten ist wie eine Malkasten und eine Anleitung, wie die Farben verwendet werden können.

Ob Sie jetzt Malen-nach-Zahlen machen oder ein Vincent van Gogh werden, das entscheiden Sie und Ihre Persönlichkeit. Die können wir nicht beeinflussen, sondern nur helfen, sie zu erkennen und daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Werkzeugkasten bestehend aus Denkboxen (Geschäftsmodell) und Prozess, um die Denkboxen mit Antworten und Leben zu füllen

Die Bausteine des Geschäftsmodells sind Ihre Bausteine wie bei Karl Marx die Wörter im Kapital. Es reicht nicht die Bausteine zu kennen, sondern Sie müssen eine Geschichte mit den Bausteinen schreiben.

Ihr Geschäftsmodell ist diese Geschichte, die Sie erzählen wollen. Sie kann sich am Anfang sehr gut anhören und bei Investoren grösste Begeisterung auslösen, aber sie muss in der Realität nicht funktionieren.

Seien Sie sich dessen bewusst. Es reicht nicht nur die Werkzeuge zu kennen wie die Wörter, sie müssen auch ein Werk wie das Buch «Das Kapital» daraus komponieren, das Menschen begeistert.

Das Wichtigste ist aber, das Geschäft muss auch in der Wirklichkeit funktioniert. »Das Kapital« hat nur die beiden ersten Punkte erfüllt, in der Praxis aber versagt.

Wir hoffen, dass wir mit dem Werkzeugkasten Ihnen besser Werkzeuge zur Verfügung stellen als die heute verfügbaren wie Business Pläne. Sie entscheiden, was Sie umsetzen wollen.

Am Ende ist es der Kunde aka Realität, die entscheidet, ob Ihr Geschäftsmodell funktioniert und nicht wie schön sich die Geschäftsidee anhörte. Und der Kunden ist anspruchsvoll. Sehr anspruchsvoll!

16 finanzielle Steuergrössen für Startups von Andreessen Horowitz

Gründer müssen 4 Rollen (Kundenversteher, Geschäftsarchitekt, Basisökonom und Teambauer) einnehmen, wobei leider häufig eine oder die andere Rolle zu kurz kommt. Gerade sehr visionäre Unternehmer vergessen, dass sie auch die Ökonomie ihres Geschäftes verstehen müssen.

Die Ökonomie des Geschäfts hat nichts mit Buchhaltung zu tun, sondern allein mit den grundsätzlichen ökonomischen Gesetzes des Geschäftes.

  • Wann fliesst der Umsatz? Wie häufig? Für was berechnen wir als Unternehmer dem Kunden überhaupt etwas? Haben wir wiederkehrende Umsätze oder nur einmalige Umsatz mit Kunden?
  • Wann fallen die Kosten an? Wie flexibel sind sie? etc.

Vielen Unternehmer erscheint die Ökonomie des Geschäftes eher eine zähe Angelegenheit, doch es ist äusserst wichtig sie verstehen, denn sie ist entscheidend, um das Potential eines Unternehmens bewerten zu können. Ein Projektgeschäft ist immer weniger wert als ein Produktgeschäft, dafür muss am Anfang nicht viel investiert werden.

Die Venture Capitalist Andreessen Horoowitz beschreiben in ihrem Blog 16 Metrics oder Steuergrössen, die ein Unternehmer verstehen sollten.

Sie beschäftigen sich insbesondere mit der Frage, wann ein Auftrag gebucht werden kann und wann überhaupt daraus Umsatz entsteht und Geldmittel fliessen. Diese Unterscheidungen sind entscheidend, da ein Unternehmen eben mit einem Auftragseingang keine eigenen Ausgaben zahlen kann. Das passiert erst, wenn aus dem Auftrag, Umsatz wird, der dann am Ende zu Geld wird. Ein sehr wichtiger Unterschied.

Sehr lesenswerter Artikel, auch wenn er in Englisch ist und gerade für ganz neue Jungunternehmer etwas schwer verständlich ist.

Gründen Sie das Richtige

Seien Sie mutig. Setzen Sie eine besondere Idee um, die Kunden erfreut

Unser Werkzeugkasten ist für Menschen gedacht, die eine neuartige, besondere Idee für ein Unternehmen sowie den Mut haben, diese genau zu analysieren und umzusetzen.

Denn ob Sie mit Ihrer Idee Erfolg haben, hängt ganz allein davon ab, ob Sie es schaffen, Ihre Kunden zu begeistern. In diesem Punkt sind Kunden äußerst anspruchsvoll.

In diesem Buch geht es nicht darum, richtig zu gründen – dafür gibt es bereits genügend Literatur. Es geht darum, das Richtige zu gründen. Sind Sie bereit?

Für wen ist dieses Buch also nicht geeignet?

Dieses Buch ist nicht gedacht für Leute, die ein weiteres Steuerberatungsbüro, einen weiteren Friseurladen eröffnen oder eine Geschäftsidee aus Amerika kopieren wollen.

Daran ist nichts Falsches! Sie haben lediglich das falsche Buch in der Hand. Dieses Buch widmet sich neuartigen Geschäftsmodellen.

Vorbestellung von „Das Richtige gründen: Werkzeugkasten für Unternehmer“ ab jetzt möglich

Ab 22. September im Handel
Ab 22. September im Handel

Der Werkzeugkasten „Das Richtige gründen“ kommt am 22. September in die Buchläden. Sie können das Buch schon ab jetzt vorbestellen:

  • via Murmann Verlag für 25,- € portofrei bestellen
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